Entkopplung statt vollständiger Ablösung
In einem Videobeitrag von Fintech Finance News erklärt Dixon, das Problem liege häufig in der engen Kopplung zwischen digitalen Kundenschnittstellen und Kernbankensystemen. Änderungen am Frontend könnten dadurch Anpassungen bis in das Backend auslösen – mit entsprechenden operativen Risiken.
Die Ablösung eines jahrzehntealten Mainframes vergleicht Dixon mit einer Operation am offenen Herzen. Stattdessen könne es für einzelne Anwendungsfälle, etwa im Kredit- oder Einlagengeschäft, sinnvoll sein, ein schlankeres Kernsystem ergänzend einzuführen.
Entscheidend sei die Entkopplung von digitalen Kanälen, Orchestrierung und Backend. Cloud-native und API-first-Architekturen könnten Abhängigkeiten reduzieren und die Weiterentwicklung von Anwendungen beschleunigen.
Digitale Nachhaltigkeit und Betrugsprävention
Der Videozusammenschnitt enthält zwei weitere Statements: Daniele Tonella, CTO und Vorstandsmitglied der ING, beschreibt Digital Sustainability als Gleichgewicht zwischen dem Abbau technischer Komplexität und der Schaffung von Freiräumen für Innovationen.
Joe Wilson, Chief Evangelist bei bunq, thematisiert die Betrugsprävention. Er stellt den Safety Shield vor, der ungewöhnliche Zahlungen für 24 Stunden zurückhalte, und bezeichnet den KI-Einsatz im Kampf gegen Betrug als technologisches Wettrüsten. (td)





