Mainframe-Modernisierung in Banken: Linux, Container und hybride Architekturen

Ein Gastbeitrag von Armin M. Warda, Chief Technologist bei Red Hat, für das IT Finanzmagazin befasst sich mit der Rolle des Mainframes in der Transformation der Bank-IT.

Der Autor vertritt die Auffassung, dass Modernisierung nicht zwangsläufig eine Abkehr vom Mainframe bedeuten muss. Die eigentlichen Herausforderungen lägen weniger in der Plattform selbst als in gewachsenen Architekturen und klassischen Anwendungen, etwa in COBOL oder PL/I.

Warda beschreibt, dass viele Institute versuchen, ihren Mainframe-Footprint zu reduzieren, etwa durch Übersetzung oder Emulation bestehender Anwendungen. Diese Ansätze könnten zwar kurzfristig Entlastung bringen, schöpften aus seiner Sicht jedoch das Innovationspotenzial moderner, cloud-nativer Architekturen nur begrenzt aus. Als Alternative plädiert der Beitrag für Linux-basierte Mainframe-Plattformen in Kombination mit Container- und Kubernetes-Technologien wie Red Hat OpenShift.

Durch cloud-native Betriebsmodelle auf oder in unmittelbarer Nähe zum Mainframe könnten Banken Anwendungen schrittweise modernisieren und neue Services näher an den Daten betreiben. Der Mainframe werde dabei nicht ersetzt, sondern gezielt in hybride IT-Architekturen integriert. Insgesamt versteht sich der Beitrag als Plädoyer für eine evolutionäre Modernisierung, die Stabilität, Sicherheit und moderne Entwicklungs- und Betriebsmodelle zusammenführt. (td)