Java auf IBM Z: Performance statt Klischees

Moderne Java-Anwendungen, Linux-Workloads und Performance Engineering stehen im Mittelpunkt der aktuellen Episode des Podcasts „Mainframe – What the Heck?“. In Folge 97 diskutieren Heidi Schmidt, Tobias Leicher und Marc Beyerle, warum der Mainframe auch im Zeitalter von Cloud-native-Architekturen, Kubernetes und Künstlicher Intelligenz weiterhin eine zentrale Plattform für geschäftskritische Anwendungen sein kann.

Marc Beyerle, Senior Java Performance Engineer im Umfeld von IBM Systems Performance Linux on Z, gibt Einblicke in die Analyse und Optimierung moderner Linux- und Java-Workloads auf aktuellen IBM-Z-Systemen. Thematisiert werden unter anderem Linux on Z als Plattform für mission-kritische Anwendungen, die Portierung moderner Software auf den Mainframe, Hardwarebeschleunigung für Kryptografie und Datenkomprimierung sowie Plattformen wie CockroachDB oder HashiCorp Vault.

Praxisbeispiel aus dem Bankenumfeld

Besonders praxisnah wird die Episode bei einem Beispiel aus dem Finanzsektor. Demnach habe sich bei einer Java-basierten Fraud-Detection-Lösung durch gezielte Performance-Optimierungen der Ressourcenbedarf von nahezu 100 auf nur noch 17 IFLs reduzieren lassen – bei gleichem Durchsatz.

Linux on Z und moderne Toolchains

Beyerle betont zudem, dass Linux auf dem Mainframe heute eine performante Plattform für moderne Enterprise-Workloads sei. Gleichzeitig greift die Episode typische Vorurteile gegenüber dem Mainframe auf, der in vielen Unternehmen noch immer als „angegraute“ Plattform wahrgenommen werde.

Das Thema Linux auf dem Mainframe beschäftigt aktuell auch das Legacy IT Center an anderer Stelle: Im jüngst veröffentlichten Interview mit Sarah Kriesch erläutert die Expertin von Kyndryl, warum Open-Source-Technologien, Linux-Distributionen und moderne Toolchains den Mainframe zunehmend für hybride Architekturen öffnen.

Performance beginnt beim Code

Auch das Thema Softwarequalität spielt in der Episode eine Rolle. Performance-Probleme seien häufig weniger auf die Plattform selbst als vielmehr auf ineffiziente Implementierungen oder unzureichend optimierten Code zurückzuführen. Der Podcast zeichnet damit ein aktuelles Bild von IBM Z – nicht nur als Plattform für klassische Kernanwendungen, sondern zunehmend auch für moderne Linux- und Java-Workloads. (td)