62 Prozent der Banken und Versicherungen wollen ihre IT-Budgets im Jahr 2026 erhöhen. Das geht aus einer Lünendonk-Erhebung hervor, die Tobias Ganowski, Senior Consultant bei dem Marktforschungsunternehmen, in einem Gastbeitrag für das IT Finanzmagazin vorstellt. Als wichtigste Handlungsfelder werden digitale Resilienz, IT-Modernisierung, KI-Transformation, digitale Kundenerlebnisse und Weiterbildung genannt.
83 Prozent der befragten Banken und Versicherungen sehen der Erhebung zufolge die IT-Modernisierung als zentrales Fokusthema. Ganowski schreibt, dass die Kernsysteme vieler Institute weiterhin auf COBOL-Code, Mainframe-Architekturen und proprietären Individualentwicklungen basierten. Diese bildeten das technologische Rückgrat einer Branche, die gleichzeitig den digitalen Wandel vorantreiben müsse.
Zugleich weist der Autor darauf hin, dass Legacy-Systeme ihre Daseinsberechtigung hätten und nicht per se ersetzungsbedürftig seien. In vielen Fällen erschwerten sie jedoch Modernisierungs- und Innovationsvorhaben.
Darüber hinaus zeige die Erhebung, dass sich drei von vier Finanzdienstleistern intensiv mit der KI- und Datentransformation beschäftigen. Der nächste Schritt bestehe darin, Pilotprojekte in skalierbare, unternehmensweite KI-Plattformen zu überführen. Dafür seien unter anderem belastbare Datenhaushalte, eine durchgängige Data Governance sowie Architekturen erforderlich, die unterschiedliche Datenquellen miteinander verbinden.
Als Fazit hält Ganowski fest, dass die Investitionsbereitschaft der Branche vorhanden sei. Entscheidend werde nun sein, die geplanten Modernisierungsvorhaben konsequent und priorisiert umzusetzen. (td)

Die Frankfurter Skyline mit dem Bankenviertel: Laut einer aktuellen Lünendonk-Erhebung zählt die IT-Modernisierung für 83 Prozent der Banken und Versicherungen zu den zentralen Handlungsfeldern.





