In einem Beitrag auf seinem Blog „The Finanser“ vergleicht Chris Skinner die IT-Landschaften vieler Banken mit einem Jenga-Turm: Stück für Stück ergänzt, immer höher gebaut – und irgendwann so komplex, dass jede neue Komponente das ganze System ins Wanken bringen kann.
Skinner stellt dabei nicht die Legacy-Systeme selbst infrage. Im Gegenteil: Sie seien oft seit Jahrzehnten im Einsatz, bewährt und stabil. Doch durch die ständige Erweiterung mit neuen Technologien, externen Dienstleistern und digitalen Frontends entstünden laut Skinner sogenannte „Spaghetti Systems“ – ein Gewirr aus Altsystemen, APIs, Microservices und Workarounds.
Es ist kein Problem, so der Autor, dass Banken Legacy-Systeme einsetzen. Das Problem entsteht, wenn man eine alte Welt mit einer neuen Welt verknüpft, ohne den Überblick zu behalten. Laut Skinner resultiert daraus nicht nur technische Komplexität, sondern auch ein kulturelles Spannungsfeld zwischen traditioneller IT und agiler Produktentwicklung.
Immer häufiger würden Ausfälle bekannt – und laut Skinner sei das erst der Anfang, solange keine klare Strategie zur nachhaltigen Systemarchitektur verfolgt werde. Dabei nimmt der Autor Bezug auf eine Serie von IT-Problemen bei britischen Finanzinstituten, über die wir im Februar berichtet hatten. „Neun der größten Banken Großbritanniens hatten in den letzten zwei Jahren über 33 Tage IT-Ausfallzeiten, von denen Millionen Menschen betroffen waren“, schreibt dazu „ComputerWeekly“.
Skinners Fazit: Die Bankenbranche hat ein strukturelles IT-Problem – nicht, weil die Systeme alt sind, sondern weil sie unkontrolliert überbaut wurden.
Denn vollständigen Blog-Artikel finden Sie hier: https://thefinanser.com/2025/03/bank-it-outages-lets-talk-about-the-bank-systems-jenga